#MARK=1#

Erster Streich.



Mancher gibt sich viele Mh.

Mit dem lieben Federvieh:

#MARK=3#

Einesteils der Eier wegen,

Welche diese Vgel legen,

Zweitens, weil man dann und wann,

Einen Braten essen kann;

Drittens aber nimmt man auch,

Ihre Federn zum Gebrauch,

In die Kissen und die Pfhle,

Denn man liegt nicht gerne khle.

#MARK=2#

Seht, da ist die Witwe Bollte,

Die das auch nicht gerne wollte.

Ihrer Hhner waren drei,

#MARK=3#

Und ein stolzer Hahn dabei.

Max und Moritz dachten nun:

Was ist hier jetzt wohl zu tun?

Ganz geschwinde, eins zwei drei,

Schneiden sie sich Brot entzwei.

In vier Teile, jedes Stck,

Wie ein kleiner Finger dick.

Diese binden sie an Fden,

bers Kreuz, ein Stck an jeden.

#MARK=4#

Und verlegen sie genau,

In den Hof der guten Frau.

Kaum hat dies der Hahn gesehen,

fngt er auch schon an zu krhen:

#MARK=5#

Kikeriki, kikikerikih!!

Tak tak tak, da kommen sie!

Hahn und Hhner schlucken munter,

#MARK=06#

Jedes ein Stck Brot hinunter;

Aber als sie sich besinnen,

#MARK=7#

Konnte keines recht von hinnen.

#MARK=8#

In die Kreuz und in die Quer

Reien sie sich hin und her.

#MARK=9#

Flattern auf und in die Hh,

Ach herrje, herrjemine!

Ach, sie bleiben an dem langen,

#MARK=10#

Drren Ast des Baumes hangen.

Und ihr Hals wird lang und lnger,

Ihr Gesang wird bang und bnger,

#MARK=11#

Jedes legt noch schnell ein Ei,

Und dann kommt der Tod herbei.

#MARK=12#

Witwe Bollte in der Kammer,

Hrt im Bette diesen Jammer;

#MARK=13#

Ahnungsvoll tritt sie heraus:

Ach, was war das fr ein Graus!

Flieet aus dem Aug, ihr Trnen!

#MARK=14#

All mein Hoffen, all mein Sehnen,

Meines Lebens schnster Traum,

Hngt an diesem Apfelbaum!

Tiefbetrbt und sorgenschwer,

Kriegt sie jetzt das Messer her,

#MARK=15#

Nimmt die Toten von den Strngen,

Da sie so nicht lnger hngen,

Und mit stummem Trauerblick,

#MARK=16#

Kehrt sie in ihr Haus zurck.



#pau=2000#

Dieses war der erste Streich,

Doch der zweite folgt sogleich.

#pau=2000#

#MARK=2000#


